Inhalt: Außenbezirk 3 | Wittenberge
Herr Finke
Wittenberge
Außenbezirk 3
Hafenstraße 9
19322 Wittenberge
Tel: 03877 9234333
WF- Einwahl: 9723
Vermittlung: 9234111
Fax: 03877 9234323
E- Mail: abz-wittenberge@wsv.bund.de
Der Außenbezirk Wittenberge stellt sich vor
Geografische und morphologische Besonderheiten
Der Außenbezirk Wittenberge ist für den knapp 80 km langen Elbeabschnitt von E – km 422,8 (Kanalanfahrt zur Schleuse Havelberg) bis E – km 502,2 (alte Löcknitzmündung, oberhalb Dömitz ) zuständig.
Etwa in Höhe
der Ortschaft Gnevsdorf bei E – km 438 mündet die Havel
in die Elbe. Die Havel ist nach der Saale der zweitgrößte
Nebenfluss der Elbe auf deutschem Gebiet.
Die Mündung
bei Gnevsdorf markiert zugleich die Grenze zwischen
oberer und unterer Mittelelbe. Durch den Havelzufluss
vergrößert sich die Gewässerbreite der Elbe um 26m von
170 m aus 196m.
Ein stabiler und gleichmäßiger Havelzufluss ist von großer Bedeutung für sichere und wirtschaftliche Fahrrinnenverhältnisse auf der Elbe.
Die Aufgabenstruktur des Außenbezirkes
Der Außenbezirk versteht sich erster Linie als moderner
Dienstleister für die Elbeschifffahrt – dies drückt sich auch
im neuen Leitspruch der WSV „ wir machen Schifffahrt möglich „ aus.
Die Aufgaben des Außenbezirkes lassen
sich im Wesentlichen in zwei Hauptleistungsbereiche unterteilen.
Der eine Leistungsbereich beinhaltet die bauliche
Unterhaltung des Gewässerbettes mit den dazu gehörigen
Regulierungsbauwerken (Buhnen/Deckwerke)
aber auch
den Schutzhäfen und sonstigen Anlagen des Gewässerbettes. Der zweite Leistungsbereich umfasst hoheitsrechtliche und verkehrssichernde Aufgaben.
Hierzu zählen die
regelmäßige Erkundung der Gewässersohle, die Festlegung und Kennzeichnung der Fahrrinne mit schwimmenden und festen Schifffahrtszeichen,
die Beseitigung von
Hindernissen, die Gefahrenabwehr bei Störungen und
Havarien, sowie die Erfassung und Auswertung gewässerkundlicher Daten und die Unterhaltung der hydrologischen
Messstellen.
Die Unterhaltung der Bauwerke
Im Zuständigkeitsbereich des Außenbezirkes Wittenberge
sind 1245 Buhnen und 13 km Deckwerke zu unterhalten.
Der Wasserbau an der Elbe hat eine sehr lange Tradition.
Die ältesten Buhnen wurden bereits 1835 errichtet.
Der
Außenbezirk stellt im Rahmen von Baureparaturen sicher,
dass die Regulierungsfunktion dieser Bauwerke erhalten
bleibt.
Seit 1997 kommen auch zunehmend ökologisch
optimierte Instandsetzungsbauweisen zur Anwendung.
Hierbei ist der Außenbezirk bemüht, den Anforderungen
des Natur- und Landschaftsschutzes weitest gehend
gerecht zu werden.
Die Planung und Umsetzung der
Instandsetzungsvorhaben erfolgt daher auch in enger
Abstimmung mit den Naturschutzbehörden und Biosphärenreservaten.
Fahrrinne und Schifffahrt
Die Schaffung und Aufrechterhaltung bestmöglicher Bedingungen für die Elbeschifffahrt ist die wichtigste Zielsetzung
und Aufgabe.
Die messbaren Größen hierfür sind die Fahrrinnentiefen und die sichere Führung und Kennzeichnung
der Fahrrinne in ihrer Gesamtheit.
Hierzu steht dem Abz
eine hochmoderne Peiltechnik für die Erkundung der
Gewässersohle und navigationssichere, schwimmende und
feste Schifffahrtzeichen
für die Kennzeichnung der Fahrrinne
zur Verfügung. Die schwimmenden Zeichen (Bober/Tonnen) sowie die festen Landzeichen (Baken) werden aus wartungsarmen,
hoch belastbaren Materialien hergestellt. Eine weitere
Ausrüstung der Zeichen mit Radarreflektoren und retroreflektierenden Folien ermöglicht eine optimale Navigationssicherheit
auch bei Dunkelheit uns unsichtigem Wetter. Eine Besonderheit
im Streckenbereich des Abz Wittenberge sind die stark veränderlichen Sedimentstrukturen auf der Gewässersohle mit
ihren sogenannten wandernden Sandbänken. Hierdurch
kommt es zu lagemäßigen Veränderungen des Fahrrinnenverlaufes innerhalb sehr kurzer Zeiträume.
Diese Veränderungen müssen zur Wahrung der Verkehrssicherheit ständig
neu erkundet und dokumentiert werden.

Die Dienststelle des Außenbezirkes in Wittenberge, Hafenstraße 9.
Der Neubau wurde 1999 bezogen. Vorher war hier ein ehemaliger Bauhof.

Die Elbe ist nicht nur eine deutsche, sondern auch eine europäische Wasserstraße. Überführung eines sogenannten KASKO`s von Decin nach Hamburg

Ökologisch optimierte Buhneninstandsetzung.
Die Grafik zeigt gängige und praxiserprobte Möglichkeiten für naturverträgliche Buhneninstandsetzungen.
Sie erhalten eine größere Ansicht durch Anklicken der Grafik!

Eisaufbruch im Raum Wittenberge

Werkstatt zur Herstellung und Instandsetzung von Schifffahrtszeichen aller Art.
Die Anwendung wartungsarmer und langlebiger Materialien steht im Vordergrund.
Betonnungskonzept des WSA Magdeburg
Sie erhalten eine größere Ansicht durch Anklicken der Grafik!

Peilmatrose bei der Arbeit. Dieser Arbeitsplatz setzt einen hohen Kenntnisstand beim Umgang mit GPS- gestützter Peiltechnik voraus. Es ist eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit, die viel Hintergrundwissen erfordert.

Schubschlepper Gorleben mit Verkehrssicherungsprahm. Es ist ein multifunktionales Arbeitsschiff, welches auch mit GPS-gestützter Peiltechnik und Radar ausgerüstet ist.

Auch mal was anderes machen ! Auszubildende haben sich schon mehrfach bei der traditionellen Badewannenregatta des jährlich stattfindenden Stadt- und Hafenfestes beteiligt.
Dieses Gefährt belegte den ersten Platz.

Instandsetzung eines gepflasterten Buhnenkopfes im Regiebetrieb. Gepflasterte Buhnenköpfe haben eine große Haltbarkeit und sind weitest gehend resistent gegen Eisschurf.

Komplettierung von eisfesten Bobern zur Kennzeichnung der Fahrrinne.
Diese Bober bestehen aus eingefärbten Polyäthylen und haben einen
innen liegenden Radarreflektor.
Durch die Verwendung von eingefärbtem Kunststoff entfallen
wiederkehrende Unterhaltungsanstriche und Umwelt belastende Entschichtungsverfahren.
